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Peachcon Silvester 2016-2017 – Ein seelisch vernichteter Augenzeuge berichtet

PeachCon V, Tag 1 – Freitag, der 30.12.2016
 
Wir schreiben das Jahr 2016. Heute weiß niemand mehr, wie sie begann, die Peachcake Silvestercon V irgendwo im finstersten Winkel von Rheinland-Pfalz. Die Bücher schweigen, aber der mündlichen Überlieferung nach traf man sich an einem nebligen Freitagmittag gegen 14 Uhr in der Burg „Pfirsichstein“, um einem örtlichen Dämonen den Garaus zu machen. Wobei 14 Uhr ein strapazierfähiger Begriff ist, wie man recht bald feststellte. Denn von zehn tapferen Helden waren gegen 16 Uhr erst vier versammelt, eine ungenügende Menge. Der weise Levia-san, Burgherrin Yaya, Calvino der Schöne und Hofschreiber Rasparr harrten der Ankunft von Verstärkung während einer gemütlichen Runde Bildungsfernsehen. So lehrte sie der SWR die hohe Kunst des Buchbindens. Besonders hilfreich dabei ist der Leim. Aber nicht zu viel rubbeln, sonst spritzt die weiße Pampe überall herum! Indes waren draußen finstere Gestalten im Anmarsch. Entsetzt schloss man die Vorhänge, verbarg die schutzlosen, vom exzessiven Fansubben träge gewordenen Leiber hinter den Sesseln des Wohnzimmers. Todesmutig wagte sich der weise Levia-san zur Haustür vor, doch er war vor Grauen zu ermattet zum Kriechen. Calvino nahm ihn von hinten und gab ihm einen kräftigen Stoß. Dann – Feindkontakt an der braunen Pforte! Doch weit gefehlt, es waren nur der edle Shirou und sein Sidekick, der verwegene Stratege Haki. Da nun genug Personal vorhanden war, konnten man einkaufen gehen. Levia diktierte, dass die Hofdamen das übernehmen. Daher begaben sich Herrin Yaya, Shirou, Calvino und Rasparr auf die epische Quest, Nahrung zu beschaffen. Sie waren nicht auf sich allein gestellt, die dunkle Seite der Macht war mit ihnen. Der dunkle Lord Vader begegnete ihnen allenthalben, trat in Form herziger Plüschpüppchen und gestrenger Kalender in Erscheinung. Man berauschte sich an der dunklen Seite und im Eifer des Gefechts mit Einkaufstüten, Wagen und Burgerbrötchen ward auf einem belebten Basar (= Aldi-Parkplatz) ein glorreicher Vers aus Rasparrs kranken Hirnwindungen geboren:
 

Der Shirou glüht, dass alle schwitzen,
wir sind so froh, bei ihm zu sitzen
.“

 
Solchermaßen beflügelt gründete der edle Shirou aus einer großmütigen Laune heraus die NKD – die Nationale Kuschel-Diktatur! Mit frohem Mut und etwas angeschmust wurde die Rückreise angetreten. Von den Zinnen der trutzigen Burg „Pfirsichstein“ aus grüßte Levia zur Rückkehr.
Während der Abwesenheit des Plünder Einkaufstrupps war die Festung infiltriert worden, der Schwarze Ritter Makita und Lady Chan hatten Einzug gehalten.

Die finstere Trutzburg von Peachcake. Welcher Narr hat das Licht angemacht?!

Die finstere Trutzburg von Peachcake. Welcher Narr hat das Licht angemacht?!

Da zwei schmerzlich vermisste Nakama noch durch Abwesenheit glänzten, wurde ohne sie die nächtliche Verköstigung erwählt: Jener nahrhafte, mit mannigfaltigem Belag versehene Teigfladen, der landläufig auf den Namen Pizza hört. Während Lady Chan noch mit Stratege Haki die liebreizend inzestuöse Paarung ihrer Monster-Loli-Drillinge plante, klingelte es plötzlich an der Tür. Ein wandernder Bäckersmann lieferte schon das ersehnte Gericht! Von der prächtigen Kost gelockt trafen zuletzt auch Kyoko der Erlöser und Kartograph Alexander Maria Roston ein. Man speiste und trank, führte allerlei bizarre Gespräche. Mit göttlichen Keksen hoffte der Hofschreiber Rasparr, das Herz der Lady Chan zu gewinnen, doch der Schwarze Ritter Makita zerschmetterte seine Avancen, ohne sich auch nur nach ihm umzudrehen. Nach der Sättigung kehrte betretene Stille ein. Was tun? Filme schauen? Zocken? Sich gegenseitig mit den Resten des Gelages bewerfen? Fast wäre es zu letzterem gekommen, doch der Lockruf des asphaltieren Kopfsteinpflasters war zu laut. Mit kochendem Blut stürzten sich Alex, Levi und Calvino auf die Piste und jagten ihre Pixelkarossen über die Rennstrecken in Blur. Stratege Haki untermalte das ungeheuerliche Geschehen mit den süßen Lauten sich neckender Lolis, bevor er sich selbst in seinen versifften Beatle schwang und die Partie von hinten ♥ aufmischte. Da blieb er dann aber auch. Kartograph Alex befand das Hintensein nach diversen Zwischenfällen für durchaus unvorteilhaft:
 

Immer hinten auf den Arsch drauf.“ – alex_roston, 20:54 Uhr
 
Warum fahre ich eigentlich ganz hinten und krieg trotzdem noch was hinten rein?!“ – alex_roston, 21:05 Uhr

 
Zum Schrecken der Allgemeinheit konnte der weise Levia-san kein Platz-1-Triple hinlegen, was vermutlich das gesamte Raum-Zeit-Gefüge zum Einsturz brachte. Ein Glück war das Jahr fast vorbei und am 1. Januar würde der World Reset das schon wieder zurechtrücken. Doch damit war Levi nicht zufrieden, er verlangte Revanche bei Mario Kart! Die Partie blieb vorerst aus. Lady Chan hatte die Quelle allen Unheils sogleich identifiziert:
 
Peachcake ist schuld!“ – Chan, 21:09 Uhr

 
Infolge dieser Feststellung wurden sogleich die familiären Missstände des Burgvolkes identifiziert. Sicherlich auch alles die Schuld von Peachcake. Ebenso war es zweifellos die Schuld von Peachcake, dass es neblig war und fast jeder zuerst an der stattlichen Wohnburg vorübergefahren war. Der Silvestertag könnte noch schlimmer werden, denn leider verweigerte Stratege Haki seine milden Peperoni (der Schwarze Ritter Makita indes befand die Peperoni für unwürdig, eine Meinung, zu der ihm der weise Levia-san beipflichtete). Klare Einigkeit herrschte hingegen über den Unterhaltungswert von Kono Suba. Das vulgäre Gelächter der Ritterschaft vom Peachcake wird den Kleinmaischeidern noch lange in den Ohren nachhallen. All hail Megumin! Um die große Rubindämonin angemessen zu würdigen, beschloss man auf Burg „Pfirsichstein“ den Bau der Peachcake Avenue – einer Prunkstraße für Umzüge, die aus den Spenden der Leecher finanziert werden soll.
 
 
PeachCon V, Tag 2 – Samstag, der 31.12.2016
 
Inspiriert von ihrer heimlichen Heldin, der Rubindämonin Megumin, beschloss Lady Chan im Morgengrauen (= 11 Uhr Ortszeit) in die Abgründe satanischer Magie einzutauchen.

Oculus der Hölle: Das Pentagramm für Lady Chans Ritual ist irgendwie entartet.

Oculus der Hölle: Das Pentagramm für Lady Chans Ritual ist irgendwie entartet.

Mit der Hilfe des Schwarzen Ritters Makita plante sie ein Ritual, das ihr die Kräfte eines Flugzeugs verleihen sollte. Doch Ritter Makita war abgelenkt: Die Banane des Alex Roston hatte es ihm angetan, und er führte sie sich sogleich zu Gemüte. Auch Alex‘ blaue Eier waren sehr begehrt. Was der Kartograph selbst davon hielt, werden wir nie erfahren, er entschwand alsbald und wandelte auf den Spuren der Ludolfs. Der neu ins RL implementiere Schrottplatzdungeon machte ihm den Mund wässrig. Ein ganz anderes orales Erlebnis erfuhr Hofschreiber Rasparr, der aus alten Überlieferungen von einem verbotenen Genussmittel erfahren hatte. Kalte Pizza mit Nutella! Der Schmaus, so hielt er in seinen Annalen fest, war nicht für sterbliche Menschen gemacht. Diese Erkenntnis verursachte einen solchen Aufruhr, dass Calvino der Schöne aus seinem Seidenbettchen fiel und aufstand – vor 17 Uhr! Das Ende der Welt stand wahrlich kurz bevor. Doch was hatte das frühe Aufstehen in ihm ausgelöst – er wurde von Calvino dem Schönen zu Calvino dem Schrecklichen und entfesselte seine Dungeonmonster (sog. „Munchkins“) gegen Ritter Makita, Lady Chan, das Haki und den edlen Shirou. Letzterer verging sich aus schierer Verzweiflung über sein unfassbares Pech gar an Alex‘ Banane!

Auf in die Schlacht: Peachcake führt epische Kämpfe – gegen sich selbst!

Auf in die Schlacht: Peachcake führt epische Kämpfe – gegen sich selbst!

Völlig unbeeindruckt vom Gemetzel an ihren Mannen frönten Levia, Herrin Yaya und Kyoko der Erlöser dem Glücksspiel und berauschten sich bei Mario Party am goldenen Münzregen. Welcher Vollzeitalkoholiker hatte eigentlich Kyoko zum Erlöser ernannt?! Er machte nur Party und ließ Makita bei seinem Rachefeldzug gegen Calvino den Schrecklichen gewähren. Als die Schlacht um Mittelerde den Küchentisch kurz vor ihrem Höhepunkt stand, kehrte Alex von der epischen Ludolf-Questreihe zurück und brachte reiche Beute mit: Cola, Bier und Süßigkeiten in Hülle und Fülle. Kaum dass er sein Loot verstaut hatte, überholte Stratege Haki den Schwarzen Ritter Makita und sicherte sich den Sieg über die Bestien des schrecklichen Calvino, obwohl der edle Shirou alles gegeben hatte – sogar sein Gemächt! – und zur Frau geworden war. Nach so viel Gezocke kam dann noch die große Abzocke. Kassensturz bei den Rittern vom Pfirsich. Die Beträge konnten sich sehen lassen: Ausgleichszahlungen wie 2,17 € und 13,46 € lassen das Herz eines jeden Kleingeldhorters, pardon, Schatzmeisters höherschlagen. Höher kochten auch die Emotionen der Lady Chan, als verfrühtes Feuerwerk ihre Muße brach. Erfüllt von gerechtem Zorn verlangte sie eine Einhaltung des deutschen Silvesterablaufes, ungeachtet der Tatsache, dass in Japanesien bereits seit zweieinhalb Stunden 2017 war. In seiner endlosen Weisheit genehmigte der große Levia-san diesen Antrag. Unklarheit herrschte nur noch darin, wie das Nachtmahl – frittierte Kartoffelstifte – zuzubereiten sei: Im Ofen oder, wie es der Name allein schon fordert, in der Fritteuse. Das reichhaltige Dinner aus Schnitzel, Roston’schem Nudelsalat und Fritteusen-Pommes mundete sehr. Solchermaßen gestärkt verlangte es die tapferen Pfirsich-Recken nach Abreaktion ihrer von Mario Kart angestauten Frustration (Baby Mario bescheißt!). Schon heute legendäre Duelle entbrannten zwischen den Mächten von Weiß & Schwarz.

Die Mächte von Weiß & Schwarz prallen aufeinander. Hier in der Form von Idols und Lolis.

Die Mächte von Weiß & Schwarz prallen aufeinander. Hier in der Form von Idols und Lolis.

Doch die ritterliche Schlacht wurde rüde unterbrochen vom Jahreswechsel. Völlig unvermittelt musste das Pfirsichvolk sich mit Alkohol und Feuerwerk herumschlagen.

Stößchen: Es schallt ein dreifach donnerndes „Prost Neujahr, ihr Lappen!“

Stößchen: Es schallt ein dreifach donnerndes „Prost Neujahr, ihr Lappen!“


 
 
PeachCon V, Tag 3 – Sonntag, der 01.01.2017
 
Völlig unvorbereitet wurden die Ritter vom Pfirsich-Po von wüstem Dorfpöbel attackiert! Eine offensichtlich zielgerichtete Rakete detonierte nur einen guten Meter über den Köpfen der Edelleute, die sich zur Betrachtung des Feuerwerks unter gellenden „Tamaya!“-Rufen auf der Brüstung (höhö, Brüste~) ihrer prächtigen Burg versammelt hatten.

Sie kamen mit Feuer und Rauch, mit Flammen und wallender Hitze. Welch kühner, ja größenwahnsinniger Recke erdreistet sich solch eine Tat?

Sie kamen mit Feuer und Rauch, mit Flammen und wallender Hitze. Welch kühner, ja größenwahnsinniger Recke erdreistet sich solch eine Tat?

Von so viel Unverfrorenheit hatte man selbst bei Peachcake noch nie gehört. Und das will etwas heißen. Die Rache kam prompt und grausam. Der neu ernannte Waffenmeister Alex Roston jagte den gemeingefährlichen Mob mit den Feuern der Hölle davon – anders gesagt, er warf seine nicht so ganz legalen Polenböller herum, die nicht nur blind, sondern auch taub machen. Dabei freute er sich wie das kleine Schulmädchen, das er für Levi gerne wäre.

Selbst der Wächter der Unterwelt, der dreiköpfige Höllenhund Kerberos, stand den tapferen Helden des Pfirsichs zur Seite. Flammen umrandeten sein Haupt und dämonisches Donnergrollen begleitete jeden seiner Fußstapfen.

Selbst der Wächter der Unterwelt, der dreiköpfige Höllenhund Kerberos, stand den tapferen Helden des Pfirsichs zur Seite. Flammen umrandeten sein Haupt und dämonisches Donnergrollen begleitete jeden seiner Fußstapfen.

Die Belagerer mussten ihre schmähliche Niederlage eingestehen und zogen ab. Damit war Kleinmaischeid unterworfen, der erste Schritt zur Weltherrschaft getan. Nach ihrem Sieg fühlten sich Waffenmeister Alex und sein Stratege, das Haki, aber etwas leer. So suchten sie nach neuen Freunden, indem sie sich auf Calvino dem (mittlerweile wieder) Schönen einen schüttelten. Er war nunmehr Calvino der Verstörte. Ein wandelbarer Bursche, wenngleich schwer traumatisiert.
Das Frühstück stand an diesem Tage ganz im Zeichen der Geheimüberlieferungen. Uralte, von den Illuminaten gehütete Apokrypha kamen wieder ans Licht. Alex schloss sich dem illustren Reigen jener an, die Nutella sachgemäß nicht auf Brötchen anwendete: Er rieb es sich auf sein rosa Ei. Dies wurde vom Rat der Drei Weisen (Levi, Levi und Levi) begrüßt. Doch es herrschte auch Streit. Yayas gerüchteweise durchgesickerte Neigung, ganze Zwiebeln zu verspeisen, stieß auf allgemeines Unverständnis. Die Zumutung, die der weise Levia-san durchstehen musste, war kaum vorstellbar. Es wurde nicht besser dadurch, dass Herrin Yaya sich weigerte, die Wurst in den Mund zu nehmen. Ungeliebt lag sie auf dem Teller herum (die Wurst, nicht Yaya). Zu allem Überfluss – beim Versuch ein Brötchen für sich zu reservieren – geriet der edle Shirou an Lady Chan. Es wurde hitzig diskutiert, ob ein Frühstücksbrötchen besser mit Speichel oder mit Urin für sich zu beanspruchen sei. Die Frage blieb letztlich ungeklärt im Raum stehen, da Urin laut Hofapotheker A. Roston zu selten auftritt, um zu einer statistisch haltbaren Aussage zu gelangen.
 
Communityumfrage
 
Seinen Urin hätte beinahe der Erlöser Kyoko nicht mehr halten können. Als er noch den Schlaf des Buddha schlief, heckte der weise Levia-san eine Teufelei aus: Er schlich sich zur Bettstatt des heiligen Mannes, beugte sich über ihn und flüsterte: „Onii-chan, asa da yo~♥“ Da verspürte der junge Heilige zum ersten Mal die Liebe. Um ebenfalls ein wenig menschliche Nähe zu erfahren, wollte der edle Shirou, der sich ohnehin schon von lauter Loli-Entzug am jungen, schönen Calvino vergriff, Alex eine zärtliche Berührung im Schopf anbieten. Doch Herr Hofapotheker Dr. Roston interpretierte zu viel in Shirous freundliches Angebot hinein und wollte gleich mehr, begehrte Shirous Hände in seinen männlichen Lenden. Da dieser ablehnte, entbrannte spontan, völlig unbegründet und nicht einmal zwischen den beteiligten Parteien ein Kampf! Klartext: Der edle Shirou verweigerte den Liebesdienst an Alex, der daraufhin einen Stellvertreterkrieg anzettelte. Aufgestachelt zogen Lady Chan, Stratege Haki, Calvino der Schöne, der Hofschreiber Rasparr und Makita der Dunkle ihre Armeen zusammen. Der Zusammenprall geschah mitten auf dem guten Küchentisch, der alsbald vom eisernen Gleichschritt der fünf Heere erbebte. Schuldbewusst trat Alex, der den Kampf überhaupt erst vom Zaun gebrochen hatte, in die Schlacht ein, schaffte es aber nicht, außer geringfügiger Verwirrung irgendetwas anzurichten. Der heroische Endkampf stand bald an, und so führten Lady Chan und Rasparr ihr vereintes Heer gegen den abtrünnigen Strategen Haki und seinen schönen Helfershelfer Calvino. Just als Calvino auf seinem Drachen anritt und den beiden jungen Talenten, die vom heimtückischen Haki geschwächt waren, den Todesstoß versetzen wollte, sprang der galante Schwarze Ritter Makita den beiden Gerechten zur Seite und vernichtete den Drachen. Damit war der Thronanspruch von Lady Chan – nunmehr Königin Chan – gesichert! Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. FIN. PS: Der Ritter Makita, böse wie er war, beraubte Königin Chan danach ihrer Seele. Der edle Shirou, der mit dem Ausgang des Kampfes nicht einverstanden war, wollte schon Protest anmelden, da ging ein Raunen durch die Wälder. Es gab kein Internet mehr. Die heilige Verbindung, die alle Menschen fester miteinander verband als die Liebe, die Macht, das Karma oder der Hass auf Justin Bieber – war erloschen. Vor lauter Verzweiflung wären um ein Haar analoge Spiele ausgepackt worden! Da er sich davon aber in seinem geistigen Wirken gestört fühlte, begab sich Alex einmal mehr auf eine epische Quest, um das Internet zu finden. Und oh, er fand es. Die Freude war grenzenlos, um nicht zu sagen unbändig. Aber Hauptsache, das Internet war wieder da. Das verlangte nach einer Feier mit Bier, Fleisch und mehr Fleisch. Kurzerhand wurde aus Burgherrin Yaya die Herrin des Herdes und aus dem edlen Shirou der Meister alles Fleischlichen. Nach sittenloser Burger-Völlerei stand dem Pfirsichvolk der Sinn nach Kultur.

Widerlich: Calvino der Schöne gibt sich ungehemmt fleischlichen Genüssen hin.

Widerlich: Calvino der Schöne gibt sich ungehemmt fleischlichen Genüssen hin.


 
 
PeachCon V, Tag 4 – Montag, der 02.01.2017
 
Um der alten Tradition willen wurde das nahende Ende der PeachCon V mit dem Meisterwerk Hentai Kamen II zelebriert – mit dem einzig echten Hentai Kamen-san, der extra zu diesem Anlass aus dem fernen Land der sinkenden Geburtenraten angereist und sicher nicht einfach nur ein Rasparr mit Pantsu in der Visage war.

Der fernöstliche Held Hentai Kamen (hier mit Groupies) weiß: „Hast du Pantsu in der Fresse, kannst das Saufen du vergesse!“

Der fernöstliche Held Hentai Kamen (hier mit Groupies) weiß: „Hast du Pantsu in der Fresse, kannst das Saufen du vergesse!“

Da man vor lauter Anspannung im Angesicht von solch geballter, stahlharter Klöten-Action nicht die Muße fand, sich in angemessener Weise dem Alkohol hinzugeben, wurde nach Abschluss des fulminanten Schlüpfer-Abenteuers ein Anime gesucht, zu dem sich gut saufen lies. Mit dem Hinweis darauf, dass der Alkohol allein schon genug Schaden anrichten würde, verzichteten die Zehn auf Boku no Pico. Hentai Kamen floh weinend in sein Bettchen, nun konnte auch der weise Levia-san, der ihm alle Unterstützung gewährt hatte, nicht mehr bei seinen perversen Absichten helfen. Stattdessen wurde ein wahrer Meilenstein der gediegenen Unterhaltungskultur – ach was, eine Säule der Menschheit selbst! – auf die heimische TV-Anlage gebracht: Kiss x Sis. Die Kriterien für einen Schluck waren leider nicht weise gewählt, sodass der gute Pfefferschnaps alsbald versiegt war. Der Sekt musste als nächstes herhalten, gefolgt vom Bier (mancher würde behaupten, Veltins verdiene diese Bezeichnung nicht). Zuletzt mussten gar bloßer Ketschup und Antialkoholika dem versiegenden Alkohol zugeschlagen werde, um der hohen Frequenz der trinkwürdigen Momente gerecht zu werden. Man begegnet einem solchen Kaliber eben nicht mit weniger als 20 Liter Alkohol…! Als die Grenze der Zurechnungsfähigkeit längst weit überschritten war, stimmte man zum Gesang an und mit glockenhellen (?) Stimmchen schmetterten die Bitches Peaches das Ending von Kiss x Sis, das glücklicherweise mit Karaoke-Effekten ausgestattet war. Den Videobeweis könnt ihr euch hier (noch nicht) anschauen. Da sich alle geschlossen geweigert hatte, vorher Gesangsunterricht im himmlischen Engelschor von Kyoko dem Erlöser zu nehmen, resignierte Levia schließlich:
 

Meine Truppe besteht nur aus Idioten!“ – Der weise Levia-san, jedes Jahr aufs Neue

 
Vielleicht hatte seine Ernüchterung auch damit zu tun, dass Alex einen Burger mit Nutella verspeiste und erst beim letzten Bissen merkte, was für eine süße Intrige man da gegen ihn geschmiedet hatte. Vielleicht verlor er seinen Geschmackssinn durch zu viele ranzige Milfs. Die letzte Nacht überstanden nur wenige unbeschadet. Insbesondere Makita hatte einen schweren seelischen Schaden durch Hentai Kamen erlitten. So wurde er in seinen Träumen von einer infernalischen Maschine verfolgt, das den gesamten Adel auf Burg „Pfirsichstein“ heimsuchte und mit unverhohlener Grausamkeit auspeitschte. Doch selbst nachdem er schweißgebadet aus seinem Bett gefahren war, gönnte die Realität von 2016 2.0 Makita keine Ruhe. Mit entsetzen stellte er fest, dass die Backwarenvorräte zur Neige gingen. Ein QC der Einkaufsliste brachte ans Licht, dass entgegen der bisherigen Erwartungen kein Toast gekauft worden war. In Abwesenheit wurde Calvino nachträglich zum Einkaufsbeauftragten ernannt und mit der Schuld beladen. Er widersetzte sich nicht. Als es dann ans Aufräumen für die Abreise ging, entzog er sich allerdings zunächst seinen Pflichten. Ob er vielleicht noch wegen seiner Niederlage gegen Königin Chan trauerte und im einsamen Kämmerchen weinte? Jedenfalls war der Unrat irgendwann beseitigt, alles gepackt und sogar Rasparrs Motorkutsche sprang trotz mehrerer Ruhetage in eisiger Kälte an (zur großen Erleichterung von Levi und Yaya, die er eingeparkt hatte). Doch… hatte man nicht etwas vergessen? Was war der Sinn der Zusammenkunft in solch illustrer Runde gewesen? Es fiel den Abreisewilligen wie Schuppen von den Augen, als der große Endboss sich zeigte. Der Oberbösewicht vom Dienst. Die große Matriarchin der Hölle, die böse Königin aus Schneewittchen, die über Nacht Schnee hatte fallen lassen, um die von so viel Liebe, Kameradschaftlichkeit und DFC trunkenen Adligen von und zu Peachcake für immer am Podex der Welt festzuhalten. Kein Versuch blieb unterlassen, ihrem satanischen Palaver zu entkommen, doch schließlich war es die harte Kritik an den sanitären Einrichtungen, die den Boss zu Fall brachte. Taumelnd kroch die Eiskönigin, die Plage des teutonischen Mittelgebirges von dannen.

Die Schneefrau und ihre finsteren Gesellen leisteten alledem erheblichen Widerstand.

Die Schneefrau und ihre finsteren Gesellen leisteten alledem erheblichen Widerstand.

So begab es sich, dass die noblen Pfirsichkuchen ihren Stützpunkt nach der Erfüllung ihrer Main Quest ohne Kollateralschäden (Schande!) und guten Mutes räumten. Nun ja, der eine mehr, der andere weniger guten Mutes, musste doch Kyoko der Erlöser den weiten Heimweg in die Alpen das himmlische Reich antreten. Wodurch er leider den Bosskampf verpasste und kein Loot in Gestalt einer formvollendeten Broschüre absahnte, die wir hier präsentieren würden, wenn sich einer die Mühe gemacht hätte, sie einzuscannen.
 
Hier endet das Abenteuer der tapferen Helden von Peachcake, das selbst die Nibelungensage in den Schatten stellt, doch es wird nicht das letzte gewesen sein. Denn solange Stratege Haki nicht „versehentlich“ ein paar russische Nuklearsprengköpfe falsch encodet, wird es ein neues Silvester geben! Also nicht traurig sein, liebe Kinder, und lasst euch gesagt sein: Der letzte Keks ist noch nicht gegessen!
 
Diese Niederschrift des Hofschreibers Rasparr ist auf keinen Fall übertrieben und enthält nicht die geringste Lüge. Sie gibt die reine Wahrheit, nur die Wahrheit und nichts als die Wahrheit wieder und ist auf jeden Fall für voll zu nehmen. Das Buch zum Event „PeachCon V – Am Ende aller Dinge fangen wir erst an!“ erscheint Mitte Oktober für 20,17 € im Selbstverlag der Peachcake gGmbH. Qualifizierte Zeichner zur Umsetzung einer Light Novel werden gesucht, aber nicht bezahlt. Bargeldspenden zur Erstauflage (2.017 Exemplare) werden gerne entgegengenommen; Spendern wird die einmalige Gelegenheit geboten, an der PeachCon VI in Österreich teilzunehmen und selbst Teil der epischen Saga zu werden. Seelische Schäden inklusive! Ab einer Spende von 50 € besteht die Chance, an einer Verlosung teilzunehmen, deren Hauptgewinn ein Meet & Greet mit dem einmaligen alex_roston ist, der sich zu diesem Anlass nicht nur rasieren wird, sondern auch Twintails in die Matte flechtet. Als Trostpreis winkt immerhin eine Nacht mit Haki in der Dusche.
 
PS: Ehrlich gesagt hat Lady Chan den letzten Keks gegessen, aber pssst…


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